Digital-Kabel

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gkrivanec
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Digital-Kabel

Beitrag von gkrivanec »

Hallo!

Ich will hier keinen Zwist bezüglich Kabelklang vom Zaun brechen. Meine Frage bezieht sich auf ein Thema in der aktuellen Stereoplay (habe mich jetzt verraten, sehe hin und wieder da rein). 8)
Das Thema ist „Digitalkabel klingen alle gleich? Dieser Test von 9 Modellen zwischen 24 und 120 Euro beweist das Gegenteil“.
Bei NF-Kabeln kann ich es noch nachvollziehen, auf Grund der unterschiedlichen Materialien. Aber bei einem Digital-Kabel werden doch nur Nullen und Einsen übertragen. Wo kann es hier unterschiede geben, wenn diese Digitalen Informationen erst nach der Leitung auf Analog gewandelt werden. Einem Wandler sollte ein Unterschied, ob eine Eins oder eine Null „hoher oder tiefer“ :? kommt, gleichgültig sein, egal ob das Material Kupfer oder Silber usw., ist. Wellenwiderstand, kann der etwas ausmachen? :?:

Den Beitrag lese ich wohl, allein mir fehlt der Glaube an alle Argumente.

Günter
Hannes
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Beitrag von Hannes »

Hallo,

da wo ich mir sehr gut Vorstellen kann das ein Einfluß da ist, ist die Steilheit der Flanken. Ein "Gutes" Digital-Kabel verschleift die Flanken der Rechtecksignale nur sehr wenig. Damit werden die Null oder die Eins an der richtigen Stelle begonnen und beendet. Ob das wirklich einen Einfluß hat kann ich nicht beurteilen. Das müßte man nachmessen. Wenn ein schlechtes Kabel die Übergänge verzögert, sollte es egal sein da ja alle Übergänge gleich verzögert werden. Der zeitlich Unterschied ist damit ja gleich null. Ein unsauberes Signal kann dadurch einstehen das ein Stromkabel an einem nicht gut abgeschirmten Digital-Kabel vorbei gelegt wird.

Wichtig bei allen Kabeln ist eine Trennung von Signalleitungen und Stromleitungen. Strom-L. Digital-L. und Analog-Leitungen sollten alle möglichst weit voneinander weg verlegt werden. Gegenseitige Einflüsse sind damit gering.

Hab den Artikel nicht gelesen, traue den Zeitungen sowieso nicht. Die unterstützen doch sowieso nur die Verkäufer.....

Hannes
mal sehen was hier noch so los ist.....
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rubicon
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Beitrag von rubicon »

Hier nur einmal zur Information ein paar interessante links zur Thematik:

Zum Jitter allgemein und der Frage, welche Art von Jitter für eventuelle Klangunterschiede relevant sein kann, findet man hier Wissenswertes:

http://www.aes.org/sections/uk/meetings/0300.html
http://www.nanophon.com/audio/jitter92.pdf
http://www.nanophon.com/audio/diagnose.pdf
http://www.troisi.com/lit/jitter.PDF
http://www.lavryengineering.com/technotes.html
http://www.ultranalog.com/arhus/2001/jitter_sd.pdf
http://www.dcsltd.co.uk/papers/jitter.pdf
http://www.benchmarkmedia.com/appnotes-d/jittercu.asp
http://www.benchmarkmedia.com/appnotes- ... ralock.asp
http://www.apogeedigital.com/tech_notes ... ntodigital

Ein ebenfalls lesenswertes Essay von Bob Katz zu Jitter findest Du auf:

www.digido.com

Zur Erläuterung: Als Jitter (englisch für "Fluktuieren" und "Schwankung") bezeichnet man in der Übertragungstechnik den abrupten und unerwünschten Wechsel der Signalcharakteristik. Dies kann sowohl die Amplitude als auch die Frequenz betreffen.

In der Netzwerktechnik wird unter Jitter außerdem die Varianz der Latenzzeit von Datenpaketen bezeichnet. Dieser Effekt ist insbesondere bei Multimedia-Anwendungen (zum Beispiel Audio-Streaming und IP-Telefonie) unerwünscht.

Ein Beispiel für Jitter sind Fehler, die beim Wandeln von analogen Signalen in digitale Signale auftreten können. Beim Sampling - oder auch Abtasten von analogen Signalen - wird eine feste Periodendauer genutzt (zum Beispiel 22,67 µs bei 44,1 kHz Audio-CD), deren jeweilige Amplitudenwerte ausgelesen werden. Hier können nun Jitterfehler durch Differenzen beziehungsweise Ungenauigkeiten in der Periodendauer entstehen, denn daraus ergeben sich andere Amplitudenwerte.

Jitter kann auch bei der Aufzeichnung von Fernsehsignalen auf Videorekordern entstehen. Hier wird der Jitter durch mechanische Toleranzen erreicht. Häufig erscheinen diese Fehler als ein Wackeln des Bildes.

Die Einheit, in der der Jitter durch Messinstrumente gemessen wird, ist die Zeit: die Schwankung der Periodendauer wird typischerweise in µs gemessen.

Jitter mit sehr langsamen Phasenänderungen (kleiner als 10 Hz) bezeichnet man als Wander.

Jitter entsteht zum Beispiel durch Bedämpfung des Hochfrequenzanteils eines Frequenzspektrums auf einer langen Kabelstrecke. Das nennt man dann deterministischen Jitter.

Achtung: Jitter ist nicht zu verwechseln mit Quantisierungsfehlern.

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Jitter"


Gruß
Franz
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum..." ( F. Nietzsche )
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