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Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 20:06
von jogi
Hi Marc,

kann ich sehr gut nachempfinden, mir gefallen die grossen Trioden auch nicht wirklich.
Sie versuchen zwar mit Druck und Kontur zu punkten, die Finesse geht ihnen aber meist ab. Zumindest bei denen, die ich hören konnte.
Wenn der LS Leistung fordert, sieht das aber wieder anders aus.

:beer

Liebe Grüsse,

Jürgen

P.S.: Was machen denn die EROs?

Verfasst: Mo 13. Okt 2008, 23:19
von marty
Hallo Marc,

danke für Deinen Bericht, jetzt müßte ich meine 2 Ohren ins Saarland schicken können, der Audioromy war bisher immer mein Favorit, eine 300B mein Wunschtraum.

Boxenmäßig bin ich jetzt mit 91dB statt 86 "unterwegs" , auch das ist für eine 300B noch sehr grenzwertig.

Abgesehen davon dass ich bei einem 300B-Verstärker noch kein Modell gefunden habe der, sagen wir mal, in meinen Augen "preiswert" ist.

What you pay is what you get, leider :cry:

Viele Grüße

Martin :beer

Verfasst: Di 14. Okt 2008, 00:53
von VinylSavor
Hallo!

Der Schluss grosse Roehre = grobschlaechtig und wenig Finesse liegt zwar irgendwie nahe. Ich kann aber versichern, dass dem nicht so ist. Gerade solche Sendetrioden mit Wolfram-Kathoden koennen eine Feinzeichnung an den Tag legen, die keine 300B zu bringen vermag.

Bei einem Eintaktkonzept bilden Roehre, Ausgangsuebertrager und der letzte Elko in der Siebkette den Ausgangssignalkreis. Alle 3 tragen zum Ergebnis bei. Bei Kathodenbias kommt der Bypasskondensator noch hinzu. Bei den hohen Spannungen an den Sendetrioden werden dann oft aus Kostengruenden mehrere Elkos in Reihe geschaltet. Dass dabei kein Ausbund an Finesse rauskommt ist kein Wunder.

Dann spielt gerade bei diesen Kathoden die Heizversorgung noch eine wichtige Rolle. Wenn die DC-Heizung nicht gut vom Netzteil entkoppelt ist, dann schlaegt sich das auch sehr stark auf den Klangcharakter nieder. Dies ist allerdings gerade bei der 813 mit 5A Heizstrom nicht einfach. Eine gute Stromquelle waere hier angebracht, oder besser eine Drossel. Zwei solche mit, sagen wir 100mHy bei 5A wiegen dann soviel wie dieser ganze Amp und kosten auch ebensoviel.

Auch wenn bei den 10V Heizspannung eine AC-Heizung selbst mit Symmetrierpoti nicht ganz brummfrei zu kriegen ist, wuerde ich bei einem kostenguenstigen Projekt lieber den Restbrumm in Kauf nehmen, statt einer einfachen Gleichrichterbruecke mit Elko.

Hinzu kommt der Einfluss der Treiberstufe die eine nicht zu unterschaetzende Rolle spielt.

Just my 2 cents ...

Thomas

Verfasst: Di 14. Okt 2008, 09:59
von Arkadi
Dann spielt gerade bei diesen Kathoden die Heizversorgung noch eine wichtige Rolle. Wenn die DC-Heizung nicht gut vom Netzteil entkoppelt ist, dann schlaegt sich das auch sehr stark auf den Klangcharakter nieder.

+Hallo,
das stimmt schon auch, aber es richtig zu entkoopeln nur nit ener externe Heiztrafo möglich ist, besonderes im Fall des Gleichstromheizung.

Dies ist allerdings gerade bei der 813 mit 5A Heizstrom nicht einfach. Eine gute Stromquelle waere hier angebracht, oder besser eine Drossel. Zwei solche mit, sagen wir 100mHy bei 5A wiegen dann soviel wie dieser ganze Amp und kosten auch ebensoviel.

+So einfach ist das auch nicht und reicht nur um Brumm zu mindern. Die Katode von direktgeheizte Röhren liegt im Signalweg und die alle stationäre und ustationäre Prozesse die im Gleichrichter(wird gesamter Netzteil gemeint) stat finden, mehr oder weniger sich im Klang Negativ merkbar machen.

Auch wenn bei den 10V Heizspannung eine AC-Heizung selbst mit Symmetrierpoti nicht ganz brummfrei zu kriegen ist, wuerde ich bei einem kostenguenstigen Projekt lieber den Restbrumm in Kauf nehmen, statt einer einfachen Gleichrichterbruecke mit Elko.

+Das Letzte geht auch aber nur mit einer Externe Heiztrafo. Noch besser einfach wenn möglich ist die Röhren raussuchen die weniger brummen und wie Du schon sagtest mit Restbrumen leben lehrnen. Die 50Hz sind nicht so schlimm wie ein 100Hz Brumm.


Hinzu kommt der Einfluss der Treiberstufe die eine nicht zu unterschaetzende Rolle spielt.

+....und wenn die noch direktgeheizt ist....... :lips:

Verfasst: Di 14. Okt 2008, 20:12
von Saarmichel
Hallo,

der Audioromy FU-13 klingt meiner Meinung nach keineswegs detailarm oder sogar grobschlächtig. Hier werden leider zwei Klang-Charaktere verglichen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Zum einen wäre hier ein recht leistungsstarker FU-13 SE-Amp der offensichtlich recht straff gegengekoppelt ist und zum anderen ein leistungsmässig wesentlich schwächerer 300B SE-Amp der zudem nicht gegengekoppelt ist.

Der 300B SE-Amp dürfte deswegen einen wesentlich höheren Klirrfaktor aufweisen und zudem viel weniger Kontrolle über den Lautsprecher ausüben.

Kurz, der Audioromy FU-13 ist weder ein Weichspüler und/oder ein Schönfärber sondern ein grundehrlicher SE-Amp der nichts verschleiert oder beschönigt. Die Musik wird nicht (übermässig) mit zusätzlichen Details (Klirr lässt grüßen) angereichert, noch gestattet der Audioromy FU-13 dem angeschlossenen Lautsprecher ein reges Eigenleben.

Es gibt halt Leute die bevorzugen eher den typisch warmen, seidigen Röhrensound und es gibt Leute (wie ich) die bevorzugen dagegen eher einen trockenen, ungeschönten Sound.

Was man bevorzug bleibt jeden selbst überlassen, der Gesamt-Sound der Audio-Wiedergabekette muss einem letztendlich selbst gefallen. Allerdings sollte man dabei bitte nicht Birnen mit Äpfel vergleichen und das eine Konzept schlechtreden und das andere Konzept schönreden.

Der Audioromy FU-13 ist jedenfalls aufgrund seiner gesamtklanglichen Qualitäten zu meiner unumstrittene Referenz avanciert, auch wenn vielleicht einige meiner anderen Röhrenamps wärmer, runder und geschmeidiger und detailreicher klingen, dass erkaufen sie sich aber einerseits durch weniger Präzision und anderseits durch Schönfärberei .

Verfasst: Di 14. Okt 2008, 20:39
von MarcB.
Hallo Michael, ich wollte diesen Amp keineswegs schlecht reden! Ich habe nur versucht zu erklären, wie ich den Klang der beiden Amps empfunden habe!! Der Amp ist gut aber bei mir ist halt nicht der Röhrenfunke übergesprungen! Der Test war aber sehr interessant! LG, Marc

PS: Wir telefonieren wegen dem Treffen!

Verfasst: Di 14. Okt 2008, 20:56
von Saarmichel
Hallo Marc,

so habe ich das auch nicht aufgefasst, wollte nur erklären das sich die beiden Amps konzeptionell unterscheiden und deshalb auch unterschiedlich klingen.

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 21:20
von I.Q
So, dann will ich meinen Senf nun auch mal dazugeben. Angefixt durch Michael habe ich mir den Audioromy für meine Eckhörner an Land gezogen. Ich hatte das Gerät vorher schon in Holland bei Ronny aka koifarm bestaunt. Die FU13 Röhren sind otisch ja schon der Hammer, werden sie dann im Verstärker zum Leben erweckt steht man staunend da. Die Dinger leuchten so hell, da kann man sich die Zimmerlampe sparen. Optisch macht die "Zigarrenkiste" :wink: mehr her als es Fotos wiedergeben. Leider sind die Potiknöpfe nur aus irgendeinem Kunstoff. Schade, aber ich weiss ja nun wo man sich neue aus ALU drehen lassen kann :wink: . Gruss hierbei an Christof aka chronomastersvoice.
Bei Ronny durften Christof und ich den Audioromy an Dynaudio regallautsprechern hören. Klanglich konnten wir hier natürlich nicht viel über die Stärken und Schwächen des Amps ausmachen.
Zu Hause ließ mich diese gewaltige Röhre aber nicht mehr los, zumal Michael schon seit August mir mit dem Gerät im Ohr lag, das wäre die Krönung für meine AOS Eckhörner. Also nach zwei schlaflosen Nächten, ihr kennt das sicherlich :lol: , ein Gerät aufgetrieben und am Samstag mit Christof abgeholt.
Zuerst bei Christof an seinen VOTTs angeschlossen. Da waren noch GE 813 Endröhren montiert. Gerät schön warmlaufen lassen und ersteinmal lecker Mittagessen. LECKER Christof
:OK: !
Dann Soundcheck. Und ganz ehrlich- das klang richtig schei..e, im Vergleich zum Yaqin 300B. Der yaqin macht eine mordsgrosse Bühne, der FU13 plärrte nur vor sich her :cry: .
Nun, ich mich auf den nach Hauseweg gemacht und unruhig gewesen. Angekommen Endröhrenwechsel. Die GE 813 gegen die original FU13 ausgetausch. Kein Ruhestrom abgleich, Risiko. Und dann das! Meine Eckhörner schleuderten mir die Musik nur so um die Ohren, eine Kraft im Klangbild das kannte ich bis dato nicht. Dagegen ist mein Yaqin 300B nur ein laues Lüftchen :lips: . Druckvollste Bässe, Dynamik ohne Ende, ideal für meine Hörner und meinn Musikgeschmack. Die 300B hat zwar eine feinere Auflösung und macht eine schöner Bühne, spielt im Vergleich eher langweilig auf. Anfangs hatte ich das Gefühl der Audioromy löst den HT nicht so fein auf. Konzentrierte ich mich doch mehr auf die unglaubliche Kontrolle die der Amp über die Lautsprecher hat. Nach längerem hören stellt sich aber raus, der löst RICHTIGER auf wie der Yaqin. Bei eingen komplexen Livemitschnitten von Grobschnitt bildet der Audioromy einzelne Scchlagzeugbecken feiner auf. Beim Yaqin konnte man dies nicht so direkt wahrnehmen. Nach dem Ruhestromabgleich wirkte das Klangbild nochmals straffer :OK: .
Wo wir auch mal gleich zum negativen Aspekt des Amps kommen. Aufgeschraubt und grosse Augen gemacht :shock: ! Was ist das denn :twisted: ? Dünne Strippen und ein Ruhestromabgleich gestaltete sich als heikle Sache. Habe dann aber Messbuchsen aufgelötet, danke Michael :wink: , um entspannt die 700mV Ruhestrom einzustellen. Ist der Amp auch noch so fragwürdig aufgebaut, das Ding funktioniert PERFEKT. Das Lautstärkepoti ist aber ein Witz. das wir sich nocch ändern.
Fazit: nie hätte ich gedacht, daß ein Verstärker so einen extremen Einfluss auf die Lautsprecher hat. Das Ding ist klanglich gesehen eine Waffe :OK: . Allerdings nichts für schwache Nerven. Ruhestromabgleich ist nicht so ein Vergnügen da die Anodenspannung keine 4 cm entfert am Pin anliegen :evil: .
Nächste woche noch fix andere Vorstufenröhren bestellen und eine TJ 274B Mesh einstöpsel :wink: .
Ach, das Ding müffelt aber sehr kräftig. Nach 3-4 Stunden Betrieb umgibt das Gerät ein seltsamer Geruch :roll: . Fein ist ds nicht. Der Klanggewinn macht dies aber wett.
So, die Diskussion um den Chinaplunder geht weiter. Ich bin begeistert. Wer ihn noch nicht gehört und gesehen hat sollt sich vor einem Urteil das Ding mal gönnen! Ihr werdet staunen :mh: .
Fotos folgen.
Gruss Frank

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 21:44
von chronomastersvoice
Moin Frank.
ich bin ja schon wirklich gespannt wie sich der Amp an Deinen Hörnern macht.
Das Fazit bei mir war ja eher ernüchternd. Der 300B hat ihn an den VOTT's fertich gemacht.
Aber wie wir schon besprochen haben, kann das auch am Lautsprecherkonzept liegen.
Die VOTT ist ja nun definitiv für eine 300B/2A3 ausgelegt.
Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf ein Hören an und mit Deinen Klipsch.
Optisch ist der Audioromy der absolute Oberhammer. So ein Leuchten an den Röhren hab ich noch nicht gesehen.

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 21:47
von I.Q
Moin Christof

Muss eh noch deine LED abdimmen. Montag oder Dienstag könnte ich mal bei Dir vorbeischauen und dann bist Du dran :OK: . Eckhart nicht vergessen :wink: :mrgreen: .
Gruss Frank

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 22:32
von chronomastersvoice
Hi,
beim Wort genommen. Am besten Montag. :OK:

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 22:55
von GlowingTube
Hallo Frank,

erstmal meinen herzlichen Glühstrumpf zum neuen Ämp! :OK:

Der scheint ja jetzt schon super zu Deinen Speakern zu passen. Wie verhält es sich mit den Tuben (GE 813 zu FU 13)? Ist die eine original und man muß zur FU13 upgraden oder wie oder was?

Hast Du mal ein paar Nacktaufnahmen vom Ämp?

LG
Rainer

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 22:57
von I.Q
Hi Rainer

Die FU13 sind Original. Die General Electric 813 gabs obendrauf :wink: .
Aufnahmen werd ich demnächst mal einstellen, da ich auf ein Motorpoti umsteigen möchte.

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 22:58
von GlowingTube
Frank.

dann machst Du eine LS-Steuerung per FB?

Rainer

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 23:01
von I.Q
Jawoll, hast Du noch einen Tipp für mich? Muss ja nicht unbedingt Alps sein!

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 23:11
von GlowingTube
Frank:

von Thel gibt es ein Motorpoti mit Leitplastik. Mir hatte jemand das mal empfohlen, aber selbst habe ich keine Erfahrungen damit.
Schau hier: hxxp://www.thel-audioworld.de/bauteile/regler/Potis.htm .. kostet aber ein paar Mark mehr als das Alps.

Tschüss
Rainer

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 23:12
von koifarm
IQ, gluckwuns zur dein neuer amp.

Ich hatte dir auch schon gesagt dass die orginal FU13 am beste spielen.
Nur die Treiberroehren wechselen( ausere zwei roehren) fur JJ ECC802S oder JJ ECC99. Aber dass ist abhangig von deinen eigenen preferenz.
Oder hasst du 6v6 treiber roehren drin ( neuer typ )?

Der poti ist scheisse. Und ich habe auch andere aluminium knopfe dran gemacht.

Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 00:04
von Saarmichel
I.Q hat geschrieben:...... da ich auf ein Motorpoti umsteigen möchte.
Fauler Hund, dem echten High-Ender ist kein Weg zu weit...... :uw

Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 00:06
von Saarmichel
Hallo Ronny.
koifarm hat geschrieben: Oder hasst du 6v6 treiber roehren drin ( neuer typ )?
Frank hat mir davon erzählt, hast Du Infos, Bilder oder sogar Erfahrung zu dieser neuen Ausführung.

Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 08:17
von mopper
Moin

schön das er Dir Spaß macht
I.Q hat geschrieben: Und ganz ehrlich- das klang richtig schei..e, im Vergleich zum Yaqin 300B. Der yaqin macht eine mordsgrosse Bühne, der FU13 plärrte nur vor sich her
Nun, ich mich auf den nach Hauseweg gemacht und unruhig gewesen. Angekommen Endröhrenwechsel. Die GE 813 gegen die original FU13 ausgetausch. Kein Ruhestrom abgleich, Risiko. Und dann das! Meine Eckhörner schleuderten mir die Musik nur so um die Ohren, eine Kraft im Klangbild das kannte ich bis dato nich
Hhhmmm, ist das an Hörnern echt so ein Riesenunterschied? Bei meinen alten Canton ist mir das nicht aufgefallen.
Ich meine: wenn es denn bei mir so schlecht geklungen hätte, hättest Du ihn doch nicht gekauft, oder?

Kumpel baut gerade Thor Evo II Boxen, die werden wir damit mal befeuern. Mal sehen. Ich bin ja auch noch auf der Suche...

I.Q hat geschrieben:...eine TJ 274B Mesh einstöpsel
Was bringt die? Und haste nen Einkaufslink dazu? Edit: Gefunden