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Thorens TD14x/16x DIY-Zarge

Verfasst: Fr 25. Nov 2005, 19:12
von Erzkanzler
Moin Zusammen,

im Rahmen des Thorens-Wintermoddings steht ja noch der Bau einer Zarge an.
Ich hatte mir überlegt eine Schicht-Zarge aus Birkensperrholzplatten mit Bleikugeldämpfung zu konstruieren und werde Morgen mal einen groben Entwurf einstellen. Zielsetzung ist eine "relativ" hohe Nachbausicherheit zu erreichen, den mechanischen Aufwand in Grenzen zu halten und den Einsatz von Sondermaschinen auszuschließen.
Stichsäge, Oberfräse, Bohrmaschine, eventuell noch Schleifer.

Grüße
Martin

Verfasst: Fr 25. Nov 2005, 20:48
von Tom_H
Ich will auch mal was sagen............... :lol:

Vielleicht kann der Barkeeper ja seine Bauanleitung noch etwas ausschmücken und sozusagen als Basis hierhin verlinken............. 8)
Damit wäre ein Großteil der Arbeit nach Norddeutschland abgewandert.............. :wink:
Das wäre dann so etwas wie eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme. :wink:

Verfasst: Sa 26. Nov 2005, 11:44
von Erzkanzler
Moin,

draußen schneit es wie wild, eine gute Zeit einige Entwürfe zu machen:

Birke multiplex, obere und unter Platte 18mm, mittlere Platten 22mm:

Bild

Die Platten zuschneiden lassen. mittlere Platten Pi X Augenmaß aussägen.
Die obere Platte sauber aussägen und mit Oberfräße plan und gerade fräsen. Innen-Nut einfräßen.
Untere Platte dito.
Danach Platten unter Druck verleimen.

4 Innenleisten zur Abdichtung der Bleikammer zuschneiden und einkleben.
In Rückwand mittig von hinten eine Bohrung zum befüllen anbringen.
Abschließend Finish, schleifen, spachtel, lackieren, usw.

Geschätzte Kosten für Birke mpx und MDF unter 30 EUR.

Noch Ideen?

Grüße
Martin

Verfasst: Sa 26. Nov 2005, 17:13
von Thargor
Moin!

Sieht gut aus Martin. Ist auf jeden Fall ein Weg, eine besonders aufwändige Zarge zu bauen, wird sicher auch schön schwer.

Ansonsten Variante 2: Alte Zarge aufdoppeln, wie z.B. von mir hier oder von Rolf Kelch hier beschrieben.

Variante 3: Einfach innen auf die Originalzarge eine Schicht Fliesen aufkleben und darauf wiederum eine Schicht Nadelfilz. Ist bekannt aus dem Boxenbau und man bekommt annähernd das gleiche Ergebnis wie bei einer Blei / MDF Zarge.

Sorry, kann keine weiteren Bilder von meinem Umbau einstellen, bin etwas im Stress.... :twisted:

Viele Grüße ihr Modder! :OK:

PS: So schnelle wei Martin möchte ich auch mal mit meinen Kosntruktionszeichnungen fertig werden....

Verfasst: Sa 26. Nov 2005, 19:25
von ManfredK2
Frage zu Variante 3: Bringts was, wenn man statt den Fliesen/Filz eine selbstklebende Anti-Dröhn-Bitumenmatte z.B. aus dem Car-Hifi-Bereich verwendet ?

Grüße
Manfred

Verfasst: Sa 26. Nov 2005, 19:49
von Tom_H
@ Erzkanzler,
ich finde deine Idee Klasse. Was mir nur noch nicht so ganz einleuchtet, ist die Füllung des Rahmens, nebst Füllmaterial und Verschluss der Öffnung.
Wenn ich deinen Vorschlag richtig verstehe, dann willst Du also die alte Zarge als Innenrahmen weiterverwenden. Das bedeutet, dass Du als Füllrahmen eine umlaufende Kammer hast, oder? Mit welchem Material würdest Du Füllen wollen? Aus meiner Sicht stellt sich bei einer "Einkammerzarge" die gleichmäßige Befüllung recht schwierig dar. :!:
Womit beabsichtigst Du das Einfüllloch (3L :shock: ) zu verschliessen?

Wenn meine bisherigen Annahmen richtig waren, sehe ich noch ein Problem bei der Umsetzung. Zum Befüllen muss der Einfüllstutzen unten sein............zumindest an Plätzen an denen das kleine "g" Gültigkeit hat. :wink: Wenn Du aber von unten befüllst, wie bekommst Du dann das Medium in den darüberliegenden Bereich???? :idn:

Fragen über Fragen..........

Verfasst: Sa 26. Nov 2005, 20:08
von Erzkanzler
Tom_H hat geschrieben:@ Erzkanzler,
ich finde deine Idee Klasse. Was mir nur noch nicht so ganz einleuchtet, ist die Füllung des Rahmens, nebst Füllmaterial und Verschluss der Öffnung.
Wenn ich deinen Vorschlag richtig verstehe, dann willst Du also die alte Zarge als Innenrahmen weiterverwenden. Das bedeutet, dass Du als Füllrahmen eine durchgehende Kammer hast, oder? Mit welchem Material würdest Du Füllen wollen? Aus meiner Sicht stellt sich bei einer "Einkammerzarge" die gleichmäßige Befüllung recht schwierig dar. :!:
Womit beabsichtigst Du das Einfüllloch (3L :shock: ) zu verschliessen?

Wenn meine bisherigen Annahmen richtig waren, sehe ich noch ein Problem bei der Umsetzung. Zum Befüllen muss der Einfüllstutzen unten sein............zumindest an Plätzen an denen das kleine "g" Gültigkeit hat. :wink: Wenn Du aber von unten befüllst, wie bekommst Du dann das Medium in den darüberliegenden Bereich???? :idn:

Fragen über Fragen..........


Hi Thomas,

leider alles falsch. Es ist eine komplett neue Zarge, bestehend aus 4 Brettern, wobei der Ausschnitt der beiden mittleren um 60mm größer wird. Der Deckel und der Boden bekommen eine 5mm Fräsung, worin eine Leiste eingeleimt wird, die nach Innen abdichtet.

Ich machs mal bunt:
Bild

Wobei Orange die Zarge, grün die Füllung, blau die Innenleisten und rot hinten der Einfüllstutzen ist.

Grüße
Martin

Verfasst: Sa 26. Nov 2005, 23:22
von Tom_H
Ah..........jetzt habe auch ich es begriffen........... :oops:

Was mir aber immer noch nicht gefällt, ist das (im Nachhinein immer noch) sichtbare Einfüllloch.

Wie stellst Du dir das Finish vor? Du willst ja alle Lagen aus Birke MPX machen. Das ist sicherlich sehr stabil. Wird so viel Stabilität bei einer Laufwerkszarge überhaupt benötigt?
Was würdest Du davon halten, den äußeren Rahmen aus altem, abgelagerten Massivholz (z.B. Bangkirai o.ä.) zu fräsen? Das bräuchte man später nur noch zu ölen- oder wachsen. Die einzelnen Bretter würden dann auf Gehrung geschnitten und zusammengeleimt. Der Innere Teil wäre dann nach wie vor so, wie Du es geplant hast. Ist natürlich nicht so Erdbebensicher............ :lol:

Verfasst: So 27. Nov 2005, 11:18
von Erzkanzler
Moin Tom,
Tom_H hat geschrieben: Was mir aber immer noch nicht gefällt, ist das (im Nachhinein immer noch) sichtbare Einfüllloch.


Du kannst auch die oberen 3 Bretter verleimen, einfüllen und dann erst das untere aufleimen.
Tom_H hat geschrieben: Wie stellst Du dir das Finish vor? Du willst ja alle Lagen aus Birke MPX machen. Das ist sicherlich sehr stabil. Wird so viel Stabilität bei einer Laufwerkszarge überhaupt benötigt?
:idn: In erster Linie geht es um die Unterdrückung von Resonanzen. Stabilität ist sicherlich auch gefragt, bei dem Gewicht was letztendlich zusammen kommt.
Tom_H hat geschrieben: Was würdest Du davon halten, den äußeren Rahmen aus altem, abgelagerten Massivholz (z.B. Bangkirai o.ä.) zu fräsen? Das bräuchte man später nur noch zu ölen- oder wachsen. Die einzelnen Bretter würden dann auf Gehrung geschnitten und zusammengeleimt. Der Innere Teil wäre dann nach wie vor so, wie Du es geplant hast. Ist natürlich nicht so Erdbebensicher............ :lol:


Mein Ansatz war der Selbstbau, bei Massivholz wird man ohne einen Schreiner nicht auskommen. Das geht schon bei den Gehrungsschnitten los, für die erforderliche Präzision hab ich kein Werkzeug.

Grüße
Martin