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GZ37 Gleichrichterröhre für 5U4G geht das???
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 06:31
von Kawabundisch
Hallo ich hätte gerne gewusst ob ich folgende Röhre GZ37 für meine 5u4G einsetzen kann. Hat da einer eine Antwort für mich,hätte die gerne genommen aber bin mir nicht sicher.
Danke und Gruß Bernd
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 10:32
von VinylSavor
Hallo Bernd,
das sollte gehen. Allerdings solltest du eventuell nachpruefen, welche Kapazitaet nach dem Gleichrichter kommt.
Die GZ37 zieht etwas weniger Heizstrom, 2.8A statt 3A. Das passt. Vom Spitzenstrom her vertraegt die 5U4 etwas mehr. Wenn Dein Amp die 5U4 nicht am Limit betreibt, sollte es gehen.
Gruss
Thomas
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 10:37
von Gast
Moin Bernd,
die GZ-37 hat folgendes Anschlußschema
[img:120:141]
http://tdsl.duncanamps.com/basing/5l.gif[/img]
...die 5U4G das Folgende ...
[img:120:146]
http://tdsl.duncanamps.com/basing/5t.gif[/img]
Die 5U4G zieht mehr Heizstrom, die Heizspannung liegt identisch bei 5V ...
... es sollte also gehen ...
... bei der GZ-37 vielleicht noch Pin 1 auf Masse legen
P.S.
Thomas war schneller

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 11:37
von Kawabundisch
Hallo vielen Dank für die professionellen Antworten.
Gruß Bernd
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 11:46
von Kawabundisch
Hallo ich habe mir diese eben gekauft ,bin echt gespannt ob Mullard für Qualität steht.
ebay Auktion 200259459327
Gruß Bernd
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 11:53
von VinylSavor
Hallo Bernd,
was ich vergessen hab zu erwaehnen: die GZ37 hat wahrscheinlich einen geringeren Spannungsabfall als die 5U4. Ich hab leider kein Datenblatt, das den Spannungsabfall der GZ37 angibt.
D.h. die resultierende Spannung im amp koennte mit der GZ37 etwas hoeher ausfallen. Das solltest Du unbedingt bei beiden messen. Wenn die Spannung mehr als ca 5% steigt, solltest Du lieber bei der 5U4 bleiben.
Eventuelle klangliche Unterschiede werden groesstenteils auf die andere Spannung zurueckzufuehren sein.
Eine Alternative zur 5U4 ist uebrigens die 5X4, dazu muss nur die Fassung anders verdrahtet werden. 5X4 gibts als NOS Ware fuer wenige Euro das Stueck.
Gruss
Thomas
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 12:06
von Gast
Moin Bernd,
ah, Michaels Electronic Emporium ... dort findest Du immer gute Qualität, allerdings nicht zum Schnäppchenpreis, dafür versendet Michael immer schnell und hat auch seltenere und schwer zu findende Bauteile im Angebot ... seine Artikelbeschreibungen stimmen auch immer ... Michael ist wirklich sehr zu empfehlen ... die Trafos und Drosseln von Parmeko/ Gardner und Co. aus seinem Shop sind z.B. auch erstklassig, voll gekapselt und ölgefüllt ... haben allerdings ihren Preis ...
Apropos Spannungsabfall über die GL-Röhre ...
... wenn eine höhere Anodenspannung anliegt, dann könntest Du dies natürlich auch über eine leicht geänderte Siebkette wieder korrigieren ...
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 12:54
von Saarmichel
Hallo Bernd,
vermutlich willst Du die GZ-37 in Deinen Yaqin MS-300B Amp einstöpseln. Vorsicht, der Yaqin MS-300B hat hinter dem Siebkondensator (den Du ja noch von 330µf auf 470µF vergrößert hast) schon serienmässig 460 Volt anliegen, der Spannungsabfall durch den Aü beträgt genau 450 Volt (selbst gemessene Werte, sind aber identisch mit dem im Schaltplan angegebenen Werten). 450 Volt sind aber schon die max. erlaubten Anodenspannung für die 300B. Die Shuguang macht beim Kaltstart (Va=>500Volt) mit noch höherer Spannung zwar noch keine Probleme, bei der EH-300B Gold fliegen aber zB. schon mächtig die Funken innerhalb der Röhre.
Erfahren musste ich diesen Umstand nach dem Umbau meines Netzteil weil ich zur besseren Kanaltrennung nach dem Ladekondensator ja zwei Siebdrosseln mit 8 H (Hammond 193D, DC-Widerstand 75 Ohm) eingebaut hatte. Beim jeden einschalten hat es in den EH-300B Gold geknallt. Erst ein Umbau auf die Hammond 193 G (10 H, DC-Widerstand 102 Ohm) mit dem durch den höheren Spannungsabfall wegen des höheren DC-Widerstandes, beendeten den Funkenflug in den EH-300B Gold.
Also, der Yaqin MS-300B betreibt die Endröhren serienmässig quasi schon an den Spezifikationsgrenzen, auch die max. Anodenverlustleistung (relativ kleiner 680 Ohm Kathodenwiderstand in Verbindung mit der hohen Anodenspannung) ist fast auch am Anschlag. Jede weitere Spannungserhöhung ist deswegen mit Vorsicht zu geniesen.
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 13:48
von otto.san
hmmm, seltsam
gestern kurz die GZ 37 gegen eine 5U4G getauscht , Ruhestrom schnell angepaßt , gehört
nach 30 Minuten wieder retour , Ruhestrom wieder angepaßt und gut ist es
otto.san
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 13:52
von VinylSavor
Hallo!
Da kann ich mich der Warnung von Michel nur anschliessen.
Saarmichel hat geschrieben: (den Du ja noch von 330µf auf 470µF vergrößert hast)
Ist dieser Kondensator direkt nach dem Gleichrichter geschaltet ? Solch grosse Kapazitaeten sind Gift fuer Roehrengleichrichter, wenn nicht durch ausreichende Kupferwiderstaende im Netztrafo und gegebenenfalls Serienwiderstaende zu den Anoden des Gleichrichters, oder von Kathode Gleichrichter zum Kondensator, die Spitzenstroeme fuer die Roehre in der Spezifikation gehalten werden. Das waere schade um die schoenen Mullard GZ37.
Gruss
Thomas
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 14:49
von Kawabundisch
Na Toll, mir wird wieder schlecht und ich habe das Ding natürlich sofort bezahlt

.
Gruß Bernd
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 15:51
von VinylSavor
Hallo Bernd,
vielleicht solltest Du die Gelegenheit nutzen und Deinen Amp so modifizieren, dass das kein Problem mehr ist. Z.B. einen 220 Ohm/20W Widerstand vom Gleichrichter zum ersten Kondensator. Dein Gleichrichter wirds Dir danken und die 300Bs werden nicht mehr am Limit betrieben. Wenn Platz im Chassis ist koennte man vor den Monster-Ladekondensator auch noch eine Drossel legen und davor einen Gleichrichterfreundlichen kleinen C von sagen wir 4uF. Das bringt die Spannung auch deutlich runter.
Allerdings muesste man die des Amps haben um de exakten Massnahmen und Werte zu ermitteln.
Was ich nicht verstehe, was ein teurer Gleichrichter in einem China-Amp bringen soll ?
Gruss
Thomas
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 16:08
von Saarmichel
Hallo Thomas,
hier mal der Schaltplan des Yaqin MS-300B
[img:132:147]http://www.abload.de/thumb/yaqinms-300byx2f.jpg[/img]
Bernd hat den Siebkondensator hinter der Siebdrossel soweit ich weis von 330µF auf 470µF erhöht, denn Ladekondensator von 5µF aber unangetastet gelassen. Mit der 5U4GB ist das eigentlich kein Problem weil die 5U4GB lt.
Datenblatt 5U4GB ja einen max. Siebkondensator von 40µF erlaubt. Das Risiko das ich hierbei sehe ist eher das die Anodenspannung wegen des geringeren Spannungsabfall einer GZ-37 noch weiter ansteigt. Wie schon erwähnt, die 300B arbeitet aufgrund der Schaltungsauslegung eh schon am oberen Limit.
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 18:27
von VinylSavor
Hallo!
Hinter der Siebdrossel ist die Kapazitaet ok, da "sieht" der Gleichrichter sie nicht.
Am einfachsten waere die 5uF nach dem Gleichrichter zu verkleinern, sagen wir auf 1uF. Das verringert die Spannung und in der Regel klingt es mit kleineren Kapazitaeten nach dem Gleichrichter auch besser. Am besten eine Folie moeglichst mit 1000V nehmen.
Dann kann ruhig die GZ37 eingesetzt werden
Mir faellt auf, dass der Schaltplan eine 274B spezifiziert. Die zieht meines Wissens nur 2A Heizstrom. Ist der Netztrafo fuer 3A ausgelegt ?
Gruss
Thomas
Verfasst: Di 30. Dez 2008, 19:28
von Kawabundisch
Hallo Thomas, die 274B war beim Kauf drinnen und da sind die Funken beim einschalten geflogen.
Gruß Bernd
ps. was müsste ich wie und wo machen um die GZ37 einsetzen zu können.Könnte man das im Schaltplan einmal einzeichnen.
Danke

Verfasst: Di 30. Dez 2008, 20:01
von otto.san
[img][url=http:662:800]
http://www.abload.de/img/gz37xr9f.jpg[/img][/url][/img]
das ist eine und so leicht ist der Wechsel
otto.san
Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 02:48
von VinylSavor
Hallo!
Kawabundisch hat geschrieben:Hallo Thomas, die 274B war beim Kauf drinnen und da sind die Funken beim einschalten geflogen.
Warum hast Du das Geraet dann behalten, das ist dann doch ein Garantiefall ?
Die 5U4 zieht 50% mehr Heizstrom als die 274B. Wenn das Geraet schon so konstruiert ist, dass der im Serienzustand bestueckte Gleichrichter ueberschlaegt, wuerde ich dem Netztrafo eine solche Ueberlast nicht zutrauen. hast Du mal ueberprueft ob die 5U4 noch ausreichend Heizspannung bekommt (5V) ?
Kawabundisch hat geschrieben:ps. was müsste ich wie und wo machen um die GZ37 einsetzen zu können.Könnte man das im Schaltplan einmal einzeichnen.
Im Schaltplan, den Michel gepostet hat muessten C14 und C15 ersetzt werden. Ich wuerde hier mal mit 1uF anfangen und gegebenenfalls in 1uF Schritten erhoehen bis die resultierende Spannung an den Anoden der 300B sagen wir um 425V liegt. Oder auch niedriger, wenn Du Deine Endroehren etwas schonen moechtest. Dazu kannst Du FolienCs nehmen (1000V Spannungsfestigkeit). Falls das platzmaessig nicht ausgeht, koenntest Du auch wieder eine Serienschaltung mit Elkos machen, z.B. 2 4,7uF/450V in Reihe).
Im Schaltplan sind keine Widerstaende parallel zu diesen Elkos. Diese unbedingt nachruesten falls nicht vorhanden. Wenn die Elkos unterschiedliche Leckstroeme haben, kann einer den Grossteil der Spannung abkriegen und kaputt gehen. Wenn Du statt der Serienschaltung einen einzelnen FolienC nimmst, brauchts die Widerstaende natuerlichnicht mehr.
Mit dieser Massnahme bringst Du die Spannung in eine Bauteile und roehrenschonendere Region und auch der geringere Spannungsabfall in der GZ37 waere kompensiert.
Allerdings wie gesagt Du ueberlastest die Heizwicklung mit 50%. Ein guter Netztrafo macht das mit aber hier hat man schon viel von abgerauchten Netztrafos in China-amps gelesen....
Gruss
Thomas
Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 02:53
von VinylSavor
Hallo!
otto.san hat geschrieben:das ist eine und so leicht ist der Wechsel

Ja der Wechsel ist natuerlich leicht und das laeuft auch irgendwie. Aber wie sich aus den Informationen von Michel ergeben hat, laufen die Endroehren im Serienzustand schon mit Spannungen die einige Varianten der 300B wohl nicht mitmachen und mit der GZ37 liegt die nochmal hoeher. Ausserdem zieht die GZ37 fast 50% mehr Heizstrom als die 274B. Das verkuerzt die Lebensdauer der Endroehren und eventuell auch anderer bauteile (Netztrafo, Elkos,...)
Gruss
Thomas
Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 05:22
von Gast
Moin Bernd,
einige Datenbücher führen übrigens die 5R4GY als direktes Equivalent zur WE-274B ...
... zumindest wäre der benötigte Heizstrom wie bei der WE-274B ebenfalls 2 Ampere ...
... die ist auch pinkompatibel zur 274B ...
5R4-WGB haben ich noch einige NOS-Exemplare von Chatham und Cetron hier liegen ... wenn Du eine zum testen haben willst, dann melde Dich einfach ...

Verfasst: Mi 31. Dez 2008, 07:33
von otto.san
läuft nicht nur irgendwie , es gibt drei Spannungsabgriffe von seiten des Trafos und die Möglichkeit über Poti den Ruhestrom einzustellen
und innerhab von 2 Minuten kann ich alle Endröhren die Sockelkompatibel sind stecken und einmessen und auch jeweils alle Sockelkompatible Gleichrichterröhren
das wurde beim Bau der Mono´s berücksichtigt und alle End & Gleichrichterröhren werden in Zyklen durchgemmessen von einem Freund
apropo Haltbarkeit - die jeweiligen Ruheströme laufen deutlich unter den meistens vorgebenen Werten die so allgemein üblicht sind
otto.san