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100Hz Brumm festgestellt

Verfasst: So 22. Mär 2009, 00:53
von STEFF
Hallo Leute,
ich habe plötzlich ein leises Brummen auf rechten Kanal ca 5cm Hörentfernung ,ich schätze es auf 100 Hertz.
Habe Endröhren getauscht, und Heizung (wechselspannung) Neu verdratet
fest verdrillt und Durchgangprüfung durchgeführt.
Was kann das den sonst noch sein?
Steh ein bisschen auf den Schlauch brauche Hilfe!

Danke

Und nächtlicher Gruß
Stephan

Verfasst: So 22. Mär 2009, 01:32
von mb-de
Hast Du die Heizungsverdrahtung vor oder nach dem Roehrentausch verbastelt?

Trat der Brumm vor der Neuverdrahtung, aber nach dem Roehrentausch auf?

Dann deutet das Ganze auf ungleiche Ruhestroeme im betroffenen Kanal hin...

Hast Du beides gleichzeitig getan, koennte auch die Verdrahtungsaenderung schuld sein - bei 100Hz Brumm bleibt aber der Ruhestrom der erste Verdaechtige...

Gruss

Micha
=->

Verfasst: So 22. Mär 2009, 01:48
von STEFF
Hallo Micha,
das Brummen war vor der ganzen Tauschaktion und der neuen Verdrahtung ist aber danach exact dasselbe wie vor nicht lauter oder leiser.
Das Problem ist die Autobias Schaltung ,weil derjenige der Endstufe gebaut hat einfach die regler zur manuellen Einstellmöglichkeit einfach nicht bestückt hat so ein Mist.
Ergo wenn du Ruhestrom sagst können das doch nur Kathodenwiderstände( oder gibt es noch andere relevante Bauteile) sein liege ich da richtig?

Gruß :beer
Stephan

Verfasst: So 22. Mär 2009, 13:59
von STEFF
Hallo ,
was ist von diesen Messkit zu halten,

http://www.tube-town.net/ttstore/produc ... Oktal.html

liefert das exakte Werte mit einen guten Messgerät. :idn:

Dann braucht man ja nicht alles aufschrauben oder auseinander bauen. :OK:
Hat auch sicherheitstechnischen Aspekt(Hohe Spannung).

Gruß
Stephan

Verfasst: So 22. Mär 2009, 14:35
von hbhifi
Eigentlich braucht man sowas nicht. Ein gewöhnliches Multimeter, rudimentäre Kenntnisse der Verstärkertopologie (Schaltbild wäre schön) und das ohmsche Gesetz (I=U/R) führen ohne Basteln zuverlässig zum Ziel.

Verfasst: So 22. Mär 2009, 14:36
von GlowingTube
Moin Stephan,

mir hat ein Hifi-Freund so einen Bastelkit vor kurzem geschenkt, weil er ihn nicht mehr braucht.

Das Ding funktioniert natürlich einwandfrei. Aber man sollte es nicht zu oft anwenden, weil es die Kontakte in den Röhrenfassungen aufweitet. Bedenken sollte man auch, daß man immer nur eine Tube messen kann und es durch Verstellen der Ruheströme bei den anderen Röhren ggf. zu gegenseitigen Beeinflussungen kommen kann (bspw. beim CAYIN A-88T).

LG
Rainer

Verfasst: So 22. Mär 2009, 14:39
von marty
Hallo Stephan,

"dat Ding" funktioniert ganz prima, wir haben es im Übungsraum an einem Gitarrenamp ausprobiert, wo nicht die Zeit für einen Auseinanderbau war.

Beachte jedoch beim Löten, das die Röhren von ihrer Pin-Belegung immer von unten dargestellt werden (Datenblatt), damit es nicht zu Fehlern kommt.

Gruß
Martin

Verfasst: So 22. Mär 2009, 18:31
von STEFF
Hallo Holger,
hbhifi hat geschrieben:Eigentlich braucht man sowas nicht. Ein gewöhnliches Multimeter, rudimentäre Kenntnisse der Verstärkertopologie (Schaltbild wäre schön) und das ohmsche Gesetz (I=U/R) führen ohne Basteln zuverlässig zum Ziel.
Ich weiß das das mit ein Normalen Multimeter geht.
Das Problem ist das die Kathodenwiderstände auf der Plantine von oben bestückt ist,und die manuelle Biaseinstellmöglichkeit nicht auf die platine bestückt ist.
Ich müßte Teile der Verdrahtung ablöten und wieder zusammen löten am offen herzen um die Messung durch zuführen,und das will erstmal nicht.
Deshalb wollte ich das Messkit haben,um zumindetes zu wissen ob alle Röhren gleichmässig versorgt werden.
An die Anderen erstmal Danke dann werde mir so nen Ding bestellen.

Gruß :OK:
Stephan

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 07:07
von Kryppi
Hallo Steff,
du brauchst nichts ablöten.Die Spannungsabfälle über den Kathodenwiderstand messen bei allen 4 Endröhren,das wird von der
Leiterbahnseite gemacht.
Eingänge kurzschliessen Übertrager mit einem 4 oder 8 Ohm Widerstand belasten oder Lautsprecher anschliessen.
Niemals ohne Last betreiben die Endstufe.

gruss Kryppi

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 09:24
von STEFF
Hallo Kryppi,
Ok ,ist ein. bisschen schwierig dann die richtigen zu erwischen,muß im stromlosen Zustand ausmessen und die Messpunkte markieren.

Die Anodenspannung kann man messen an Pin3 u Pin 8 der EL34ist das Richtig?
Kann es sein das der Koppel c vorm Schirmgitter plötzlich and andere Ohmwerte besitzt und somit eine Unsymetrie hereinbringt?
Die Röhren waren neu kam ungefähr nach 50Std.
Linker Kanal absolut rausch-brumm frei,schon komisch :idn:

Gruß
stephan

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 15:45
von Kryppi
Hi Steff,
die Anodenspannung kannst Du so messen.Liegt bei dem Gerät ca. bei
430 Volt.
Du willst aber den Ruhestrom haben.1 und 8 sind gebrückt und müsste mit
TP 7 gekennzeichnet sein.Dort Messspitze anlegen und Minus an Masse .
Beispiel :mißt Du dort 28 Volt sind das 28000 mV.
28000 durch Kathodenwiderstand teilen in Deinem Fall wahrscheinlich 470 Ohm ergibt ca 60mV bei einer KT88.Das wäre o:k.
I=U/R
Bei einstellbarer BIAS sind 1 Ohm Widerstände verbaut da ist mV = mA
nichts mit umrechnen.
Vorm Schirmgitter sitzt kein Koppel C.Dort ist der UL Anschluss vom Übertrager oder als Pseudotriode gebrückt mit dem Anodenanschluss.Bitte bei Autobias und KT88 nicht als Triode schalten der Trafo ist an seiner Leistungsgrenze. Der Koppel C sitzt vorm Steuergitter,und die
können schon mal Gleichspannung durch lassen und verschieben dann den Arbeitspunkt.Mess aber erstmal die Ruheströme dann siehst Du ob etwas faul ist.
Falls grosse Differenzen auftauchen.
K-widerstand o.k ?
Koppel C ?
Röhre ? Einfach mal umstecken und erneut messen.
Übertrager Unsymmetrie ?
Kommt der Fehler von ganz wo anders Vorkreis?Vorstufen Röhren mal
gewechselt?Heizleitungen schön verdrillt und grosser Abstand von der Platine und nicht in der Nähe des Steuergitters.

Brummfrei Grüsse Kryppi :bumping:

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 17:09
von STEFF
Hallo Kryppi,
meinte ich auch Steuergitter war wohl ein wenig verwirrt :roll:

Das ist ja mal eine richtig gute Hilfe von Dir,Danke :OK:
Muß mein Messgerät mal wiederholen vom Freund dann lege ich los,
werde dann berichten.
Klanglich wirkt sich im Moment nicht aus beide Känale gleich,aber es nagt
halt das da was ist.

Gruß
Stephan

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 17:21
von Kryppi
Hi Steff,
dann mal viel glück bei der Suche.
Hast Du mal die beiden Chincheingänge kurz geschlossen ?
2 alte Chinchstecker nehmen Brücke einlöten und in die Chinchbuchsen stecken.
Brummt es dann immer noch ?

Gruss Kryppi :ebh:

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 17:36
von STEFF
Hi Kryppi,
hab heut Nachschicht mache ich morgen als erstes,
was ist wenn dann nicht mehr brummt bzw trotzdem brummt?

Gruß
Stephan

Verfasst: Mo 23. Mär 2009, 17:58
von Kryppi
Hi,
wenns immer noch brummt wetersuchen.
Wenns nicht mehr brummt
Eingangsröhre,die in der Mitte mal tauschen oder es kommt vom VV.
Gruss Kryppi

Verfasst: Di 24. Mär 2009, 15:18
von STEFF
Hallo Kryppi,
Kurzschlußstecker drauf beidseitig minmales Brummen kommt bestimmt vom Trafo habe kleine lautsprecher zum Testen genommen .
Messergebnisse Kathodenwiderstände alle exakt 467 ohm,
El 34 linke seite 33,4V gleich 71,5mA 33,1V gleich 70,8mA
EL34 rechte seite 33,4V gleich 71,5mA 33,3V gleich 71,3mA
sind die nicht viel zu hoch für eine EL34 ?
Tp2 kommen mit mit Lautspecherlast 8 Ohm 460 Volt heraus.

Keine Ahnung muß wohl mal Eingangsröhren tauschen.

Gruß
:beer Stephan

Verfasst: Di 24. Mär 2009, 15:27
von mb-de
Hallo Stephan,

red flag:

Wenn die Messwerte stimmen, wird es den EL34 ziemlich warm, zu warm fuer ein langes und zuverlaessiges Leben...

Gruss

Micha
=->

Verfasst: Di 24. Mär 2009, 15:34
von STEFF
Hi Micha,
kann man die negative Vorspannung soll am Prüfpunkt -50V ist sie auch bei mir mittels Poti o. Widerstand soweit begrenzen .
ich meine so ne El34 sollte doch so zwischen 35-45mA haben berichtige mich ,wenn ich falsch liege :roll:

Gruß
Stephan

Verfasst: Di 24. Mär 2009, 15:53
von Kryppi
Hi Steff,
wie MB schon sagt die werden zu warm.Die Anodenverlustleistung einer
EL 34 beträgt 25 Watt.Das ist aber schon die Obergrenze.Da bist Du drüber.
Waren da mal KT88 drauf ?
Prüfpunkt -50 Volt ?
Du hast Autobias mit den 470 Ohm Widerständen.Das stellt sich selbst ein.Die negative Gitterspannung ist tot gelegt bei der Autobiasversion.
Du kannst aber zurück rüsten auf Fixed Bias.
470 Ohm Widerstände raus und 1Ohm rein.Kathodenkondensator ablöten.
Die Bauteile für Fixed Bias wieder einsetzen.Auf höchste negative Spannung
einstellen.Dann abwechselnd linken und rechten Kanal die Spannung verringern das Du auf 50mV=50mA pro Röhre kommst.Auch immer ab und zu mit dem Symmetrierpoti die Tubes angleichen.
Gruss kryppi.

P.S
Nimm mal ein anderes Schätzeisen.Nicht das Dein Messgerät ne Macke hat.

Verfasst: Di 24. Mär 2009, 15:54
von mb-de
Hallo Stephan,

die genannten 45 mA waeren gesuender - 60 mA sind in genannten Umfeld eine sinnvolle Obergrenze - da wird die maximal zulaessige Dauerverlustleistung erreicht.

Du koenntest die Katodenwiderstaende versuchsweise auf 560..620 Ohm (mit der entsprechenden Belastbarkeit - min 5W, besser 7/10/11W) vergroessern...

Gruss

Micha
=->