Rega 12 Zoll Tonarm
Verfasst: Mo 27. Apr 2009, 14:25
Hab mal wieder was gebaut und das will ich euch nicht vorenthalten...
...angefangen hat alles vor ca. 2 Jahren, ich hatte in der Bucht zwei Rega Tonarme gekauft, einen RB300 und einen RB25o von Scheu gelabelt. Der 300er war OK, beim 250er war die Headshell nicht grade.
Also habe ich erstmal den 300er montiert und den 250er weg gepackt. Mein Plan war es den 250er als Basis für einen DIY Projekt zu nehmen, irgendwann habe ich das Tonarmrohr in der Mitte durchgeschnitten und wieder alles in die Bastelkiste gepackt.
Anfang letzter Woche war ich dann beim Nähpapst, eine Spezialnäherei (Rucksäcke, Zelte,...) und habe mir ein Aluröhrchen, welches man für die Reparatur von Zelgestängen nimmt, eingepackt. In meinem Kopf waberte die Vision eines 12" Tonarms die umgesetzt werden sollte.
In der Werkstatt angekommen habe ich die Innendurchmesser der beiden Hälften des Tonarms mit Schleifpapier und Drehmel auf den Aussendurchmesser des Aluröhrchens geschliffen. Das hat etwas Zeit in anspruch genommen, ich wollte nicht zu viel wegschleifen um Resonanzen zu vermeiden die sich bei suboptimaler Passung evtl. eingeschlichen hätten.
Die Schleifzeit nutzte ich um mir schon mal Gedanken zur Geometrie zu machen. Ich wählte auf Grund der ähnlichen Bauform die Geometrie Manticore Magician 12". Schnell war das Alustück auf die passende Länge gekürzt und in den Tonarm geklebt, kurz von allen Seiten begutachtet - das Tonarmrohr war jetzt lang, grade und hässlich.
Ich habe dann mit Nähgarn das Zwischenstück sauber umwickelt, von der Tuningmassnahme mit dem Nähgarn habe ich schon in dem einen oder anderen Thread gelesen. Optisch hat mir das aber nicht gefallen, ich hab noch mit anderen Garnfarben experimentiert dann aber alles bis auf die untersten Lage Garn abgewickelt.
OK wenn das so nicht funktioniert muss ein anderer Weg gesucht werden, im Keller fiel mir dann eine ungeöffnete Dose Autospachtel in die Hände (ich musste kurz schmunzelnd an Dr. O.K. Wack denken und wie wir unserem Hobby ohne A.T.U bestreiten würden). Also kurz gespachtelt - trocknen lassen - geschliffen, gespachtelt - trocknen lassen - geschliffen, gespachtelt - trocknen lassen - geschliffen und für gut befunden.
[img:600:450]https://lh3.googleusercontent.com/-DISo ... /Rega1.jpg[/img]
[img:600:450]https://lh3.googleusercontent.com/-gSqx ... /Rega2.jpg[/img]
Farbe: Jetzt sah das Ding schon von der Form aus wie ein Rega, jetzt wird das Teil auch wieder matt schwarz. Die Farbe kam aus einer Sprühdose mit der Aufschrift "Rally Lack". Nach dem Lackieren sah das Teil dann wirklich aus wie ein 12" Rega.
Jetzt kam der Teil den ich nie gerne gemacht habe... Innenverkabelung.
Never change a running System! Also wieder mit 0,05 Kupfer verdrahten. Vorher prüfte ich, ob die Durchgehende Verdrahtung vom RB300 lang genug war... sie war es, denn ich habe ordentlich Reserve gelassen. Schnell war die Verdrahtung gemacht, Dann wurde noch schnell eine Armbasis aus MDF gesägt und alles auf dem Gyrodeck montiert.
[img:600:450]https://lh5.googleusercontent.com/-zRsr ... ga12er.jpg[/img]
Da der Arm mein DL103 führen soll, habe ich als ersten Test mal "for those about to rock" von AC/DC rausgesucht. Nadel aufgelegt schnell hingesetzt und...
...die Mühe hatte sich gelohnt.
Der Tonarm hat die Kombination RB300/DL103 in Grund und Boden gespielt und sägt grade sehr erfolgreich an meiner SME3009 S2 Imp./Benz MC Gold Kombi.
Was sich verändert hat ist schwer zu erklären, mit Sicherheit kann ich sagen, dass ich einen deutlichen Zuwachs an Dynamic habe (grob und fein), der Mittenbereich war etwas überpräsent was ich aber mit einem geringeren Abschlusswiderstand schnell in den Griff bekommen habe. Musik ist jetzt sehr natürlich, sehr detailreich. Man bekommt aber diese Details nicht aufgezwungen, sondern kann ihnen zuhören wenn man möchte, was sehr entspannend ist.
Da ich vieles gleichzeitig geändert habe, kann ich nicht sagen was welche Auswirkung hatte, der RB300 war auf einer Alu-Basis montiert und jetzt habe ich einen weit auskragende MDF-Basis was Klanglich auswirkungen hat. Ich bin jedenfalls glücklich, dieser Umbau hat mir gezeigt was geht, die nächste Baustelle ist dann wohl der SME-Arm
Gruss /// Ole
...angefangen hat alles vor ca. 2 Jahren, ich hatte in der Bucht zwei Rega Tonarme gekauft, einen RB300 und einen RB25o von Scheu gelabelt. Der 300er war OK, beim 250er war die Headshell nicht grade.
Also habe ich erstmal den 300er montiert und den 250er weg gepackt. Mein Plan war es den 250er als Basis für einen DIY Projekt zu nehmen, irgendwann habe ich das Tonarmrohr in der Mitte durchgeschnitten und wieder alles in die Bastelkiste gepackt.
Anfang letzter Woche war ich dann beim Nähpapst, eine Spezialnäherei (Rucksäcke, Zelte,...) und habe mir ein Aluröhrchen, welches man für die Reparatur von Zelgestängen nimmt, eingepackt. In meinem Kopf waberte die Vision eines 12" Tonarms die umgesetzt werden sollte.
In der Werkstatt angekommen habe ich die Innendurchmesser der beiden Hälften des Tonarms mit Schleifpapier und Drehmel auf den Aussendurchmesser des Aluröhrchens geschliffen. Das hat etwas Zeit in anspruch genommen, ich wollte nicht zu viel wegschleifen um Resonanzen zu vermeiden die sich bei suboptimaler Passung evtl. eingeschlichen hätten.
Die Schleifzeit nutzte ich um mir schon mal Gedanken zur Geometrie zu machen. Ich wählte auf Grund der ähnlichen Bauform die Geometrie Manticore Magician 12". Schnell war das Alustück auf die passende Länge gekürzt und in den Tonarm geklebt, kurz von allen Seiten begutachtet - das Tonarmrohr war jetzt lang, grade und hässlich.
Ich habe dann mit Nähgarn das Zwischenstück sauber umwickelt, von der Tuningmassnahme mit dem Nähgarn habe ich schon in dem einen oder anderen Thread gelesen. Optisch hat mir das aber nicht gefallen, ich hab noch mit anderen Garnfarben experimentiert dann aber alles bis auf die untersten Lage Garn abgewickelt.
OK wenn das so nicht funktioniert muss ein anderer Weg gesucht werden, im Keller fiel mir dann eine ungeöffnete Dose Autospachtel in die Hände (ich musste kurz schmunzelnd an Dr. O.K. Wack denken und wie wir unserem Hobby ohne A.T.U bestreiten würden). Also kurz gespachtelt - trocknen lassen - geschliffen, gespachtelt - trocknen lassen - geschliffen, gespachtelt - trocknen lassen - geschliffen und für gut befunden.
[img:600:450]https://lh3.googleusercontent.com/-DISo ... /Rega1.jpg[/img]
[img:600:450]https://lh3.googleusercontent.com/-gSqx ... /Rega2.jpg[/img]
Farbe: Jetzt sah das Ding schon von der Form aus wie ein Rega, jetzt wird das Teil auch wieder matt schwarz. Die Farbe kam aus einer Sprühdose mit der Aufschrift "Rally Lack". Nach dem Lackieren sah das Teil dann wirklich aus wie ein 12" Rega.
Jetzt kam der Teil den ich nie gerne gemacht habe... Innenverkabelung.
Never change a running System! Also wieder mit 0,05 Kupfer verdrahten. Vorher prüfte ich, ob die Durchgehende Verdrahtung vom RB300 lang genug war... sie war es, denn ich habe ordentlich Reserve gelassen. Schnell war die Verdrahtung gemacht, Dann wurde noch schnell eine Armbasis aus MDF gesägt und alles auf dem Gyrodeck montiert.
[img:600:450]https://lh5.googleusercontent.com/-zRsr ... ga12er.jpg[/img]
Da der Arm mein DL103 führen soll, habe ich als ersten Test mal "for those about to rock" von AC/DC rausgesucht. Nadel aufgelegt schnell hingesetzt und...
...die Mühe hatte sich gelohnt.
Der Tonarm hat die Kombination RB300/DL103 in Grund und Boden gespielt und sägt grade sehr erfolgreich an meiner SME3009 S2 Imp./Benz MC Gold Kombi.
Was sich verändert hat ist schwer zu erklären, mit Sicherheit kann ich sagen, dass ich einen deutlichen Zuwachs an Dynamic habe (grob und fein), der Mittenbereich war etwas überpräsent was ich aber mit einem geringeren Abschlusswiderstand schnell in den Griff bekommen habe. Musik ist jetzt sehr natürlich, sehr detailreich. Man bekommt aber diese Details nicht aufgezwungen, sondern kann ihnen zuhören wenn man möchte, was sehr entspannend ist.
Da ich vieles gleichzeitig geändert habe, kann ich nicht sagen was welche Auswirkung hatte, der RB300 war auf einer Alu-Basis montiert und jetzt habe ich einen weit auskragende MDF-Basis was Klanglich auswirkungen hat. Ich bin jedenfalls glücklich, dieser Umbau hat mir gezeigt was geht, die nächste Baustelle ist dann wohl der SME-Arm
Gruss /// Ole