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6L6GT = 5881 ?
Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 15:26
von triode
Hallo Süchtige,
mein neuer arbeitet mit 6L6GT.
Ich habe herausgefunden, daß das die Urform der 6L6 ist.
Es gibt aber auch neuere Varianten z.B. 6L6GC, 6L6WXC oder 5881 usw..
Im Netz fand ich folgenden Hinweis: kompatibel aber anderer Grenzwerte.
Was heißt das genau?
Kann ich jede 6L6 einbauen da die anderen für höhere Leistung ausgelegt sind? Sind Klangeinbußen zu befürchten?
Bitte um Aufklärung!

Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 16:46
von DB
Hallo Gerhard,
die Grenzwerte fordern tatsächlich eine genauere Berücksichtigung.
Eine Überschreitung Selbiger muß vermieden werden, sollen die Röhren die vom Hersteller propagierte Lebensdauer erreichen.
Grundsätzlich sollte eine Ersatzröhre die Daten des Originals, für welches das Gerät dimensioniert wurde, möglichst genau treffen.
Ich weiß, notorische Röhrenstöpsler juckt sowas nicht, denen genügt bisweilen grobe Ähnlichkeit der Sockelbeschaltung...
MfG
DB
Verfasst: Mo 25. Mai 2009, 16:57
von triode
Hallo DB,
habe folgendes gefunden:
"25 Watt tubes (and similar) such as 6L6, 6L6GB, and 5881 are rated for plate voltage up to 400 volts.
30 Watt tubes such as 6L6GC, 6L6WXT+, and 6L6WGC are rated for plate voltage up to 500 volts.
The KT66 tube type is a 25 Watt tube rated for plate voltage up to 500 volts."
Heißt das, daß ich in meinen 25Watt Kiste alle reinstecken kann?
Ich vermute ja, da sie keine so "hohen Werte" wie es die "starken" Röhren abkönnen hat?
Welche klanglichen Folgen hat das wenn die "Starken" zu lasch angesteuert werden?
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 13:37
von mb-de
Wichtig ist die Spannung am Schirmgitter - diese darf den Datenblatt-Maximalwert im Tetrodenbetrieb nicht ueberschreiten - ein Blick auf selbige Datenblaetter lohnt sich, da das Ganze sonst mit Feuerwerk enden kann...
Gruss
Micha
=->
PS: Roehrendatenblaetter gibt es als PDF bei [url]hxxp://frank.pocnet.net[/url]...
Verfasst: Di 26. Mai 2009, 19:30
von triode
Unnützes Vollzitat entfernt!
Hallo Micha,
OK - aber wie wirkt es sich klanglich aus wenn eine Röhre die 500Volt braucht nur mit 400Volt angesteuert wird? Kann da was Allgemeines gesagt werden? Oder ist schlicht ausprobieren angesagt?
Verfasst: Do 28. Mai 2009, 21:04
von EL90
Hallo
die 500Volt braucht nur mit 400Volt angesteuert wird
Die Röhre braucht nicht 500V, sondern sie verträgt max 500V.
Die max erreichbare Ausgangsleistung wird geringer.
Klangbestimmend ist in erster Linie der richtige Ruhestrom und die Qualität der Ausgangsübertrager.
Typischstes Beispiel die EL34, es baut heute kaum noch jemand Verstärker mit 800V Anodenspannung und 80W Sinus (2EL34) in Gegentakt mit der EL34.
EL90
Verfasst: Fr 29. Mai 2009, 11:08
von mb-de
Hallo zusammen,
nicht nur der Ruhestrom und die Betriebsspannung spielen eine Rolle, sondern auch (und dominant) die Kennlinien, wie im Datenblatt gezeigt.
Genau diese sollte man sich in den Datenblaettern ansehen - mit einer eingezeichneten Arbeitsgerade (fuer selbige muss man den Arbeitswiderstand der Endstufe wissen) kann man das Klirrverhalten vor Gegenkopplung und damit (in geringem Masse) den Klang abschaetzen...
Gruss
Micha
=->
Verfasst: Sa 30. Mai 2009, 11:45
von triode
mb-de hat geschrieben:... Genau diese sollte man sich in den Datenblaettern ansehen - mit einer eingezeichneten Arbeitsgerade (fuer selbige muss man den Arbeitswiderstand der Endstufe wissen) kann man das Klirrverhalten vor Gegenkopplung und damit (in geringem Masse) den Klang abschaetzen...
Hallo Micha,
Beispiele fände ich toll, dazu noch Hinweise mit welcher Änderung in den Werten welche Klangänderung einhergeht und ich währe glücklich.

Verfasst: Sa 30. Mai 2009, 21:06
von mb-de
Hallo Gerhard,
das Ganze ist zu komplex fuer ein kurzes Forenposting - ich werde daher auch nicht versuchen, eine Minimalerklaerung ueber den Zaun zu brechen.
Auf dem naechsten ETF wird es einen Vortrag geben, bei dem an einem Beispielverstaerker mit einfacher Architektur und Endtrioden an ein paar Parametern gedreht wird, und die Folgen rechnerisch, messtechnisch und per Klangbeispiel vorgefuehrt werden wird...
Als teaser verweise ich auf Pete Milletts Vortrag "The Sound of Distortion", in dem aufgezeigt wird, wie sich unterschiedliche Kennlinien auf das Klirrspektrum auswirken:
[url]hxxp://
www.pmillett.com/file_downloads/Thesoun ... ortion.pdf[/url]
Gruss
Micha
=->
Verfasst: So 31. Mai 2009, 01:07
von raudi
Hallo Micha,
Auf dem naechsten ETF wird es einen Vortrag geben, bei dem an einem Beispielverstaerker mit einfacher Architektur und Endtrioden an ein paar Parametern gedreht wird, und die Folgen rechnerisch, messtechnisch und per Klangbeispiel vorgefuehrt werden wird...
von Dir?
Beste Grüße Ralf
Verfasst: So 31. Mai 2009, 12:08
von triode
mb-de hat geschrieben:Hallo Gerhard,
...
Als teaser verweise ich auf Pete Milletts Vortrag "The Sound of Distortion", in dem aufgezeigt wird, wie sich unterschiedliche Kennlinien auf das Klirrspektrum auswirken:
[url]hxxp://
www.pmillett.com/file_downloads/Thesoun ... ortion.pdf[/url]
Gruss
Micha
=->
Danke!
Verfasst: So 31. Mai 2009, 15:17
von mb-de
Hallo Ralf!
raudi hat geschrieben:
von Dir?
... das ist er Plan - an der Elektronik wird bereits gefeilt, gebohrt, geloetet und gemessen

...
Beste Gruesse
Micha
=->