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Tuning mit rhodierten Netzsteckern und Buchsen - Sinnvoll?
Verfasst: Fr 19. Nov 2010, 13:28
von Heatwave
Herbstzeit = Tuningnzeit!
Vor einiger Zeit hatte ich eine Furutech-Wanddose in Gebrauch genommen. Grund war, dass die Kontakte der alten Wanddose permanent oxidiert waren. Und das muss ja nicht unbedingt von Vorteil sein, oder?
Hat jemand von euch Erfahrungen mit rhodierten Stecken oder Buchsen gemacht. Es muss ja nicht so etwas gaaanz Teueres sein.
Grüße Kuddel
Verfasst: Fr 19. Nov 2010, 13:47
von dht
Rhodinierte Kontakte machen keinen Sinn. Rhodium ist eine Mode und sieht eigentlich nur gut aus. Der Leitwert von Rhodium ist gegenüber Silber,Kupfer und selbst Gold deutlich schlechter. Als Metall der Platingruppe ist es auch noch recht teuer.
Also, meine Meinung: thumb down!!
Verfasst: Fr 19. Nov 2010, 14:12
von frido_
Tach
Denke der Leitwert der dünnen Rhodiumschicht ist nicht soooo wichtig.
Der Strom fließt ja nur ein sehr kurzes Stück durch diese Schicht.
Wichtiger ist dabei die Kontakteigenschaft......sprich Oxidation.
Vergessen darf man auch nicht den "Übergang" zu dem Material auf dem es aufgebracht worden ist.
Und dann noch das Material vom Gegenstück mit dem es Kontakt haben soll....
Da kann nicht jedes Material mit jedem.....
Wie das mit Rhodium aussieht......
Nodda und Gruß
Frido
Re: Tuning mit rhodierten Netzsteckern und Buchsen - Sinnvol
Verfasst: Fr 19. Nov 2010, 16:20
von Knuffi
Moin Kuddel,
Heatwave hat geschrieben:Grund war, dass die Kontakte der alten Wanddose permanent oxidiert waren. Und das muss ja nicht unbedingt von Vorteil sein, oder?
ich würde mir da eher Gedanken machen warum die Kontakte oxidieren und das Problem beseitigen.
Bei meinem Vater gab es ein ähnliches Problem. Hier lag es an einer Außenwand zur Wetterseite und dazu noch ein Schrank davor.
Hier waren aber nicht nur die Kontakte oxidiert, das Kupferkabel in der Wand setzte auch langsam Grünspan an.
Ich habe die Wand mit einer Dichtflüssigkeit getränkt, die Steckdose mit ein paar Milimeter Luft zur Wand installiert und den Schrank ein bisschen weiter von der Wand aufgestellt.
Jetzt ist erst mal Ruhe.
Gruß,
Frank
Verfasst: Fr 19. Nov 2010, 18:28
von Heatwave
Hallo Röhren-Fans!
Das Oxidationsproblem kommt wohl daher, dass die Anlage im Kellerzimmer steht. So richtig trocken ist es da nämlich nicht.
Seitdem ich allerdings eine Furutech-Dose in der Wand habe, ist es viel besser geworden. Die hat vergoldete Kontakte und die laufen offensichtlich nicht so schnell an.
Wie gesagt: Nun wollte ich die gesamte Verkabelung auf bessere Kontakte umstellen, um nicht dauernd reinigen zu müssen.
Grüße Kuddel
Verfasst: Fr 19. Nov 2010, 19:11
von opera
Hallo Leute,
ich habe mich auch von der Werbung verleiten lassen

und in Furutech Dose und Stecker investiert! Der einzige Effekt, es sieht gut aus,

aber in Sachen Klanggewinn war´s ne Nullnummer.
Grüße Heinz
Verfasst: Sa 20. Nov 2010, 07:27
von Heatwave
Die Furutech-Dose hat bei mir durchaus einen Klangvorteil gebracht. Möglicherweise aber auch nur deshalb, weil keine Oxide auf den Kontakten drauf waren.
Aber teuer ist der Kram schon!

Na ja - du hast Recht - sieht schon gut aus, oder?!
Grüße Kuddel
Verfasst: Sa 20. Nov 2010, 12:24
von frido_
Hallo Kuddel
Heatwave hat geschrieben:Seitdem ich allerdings eine Furutech-Dose in der Wand habe, ist es viel besser geworden. Die hat vergoldete Kontakte und die laufen offensichtlich nicht so schnell an.
Wenn überhaupt dann bleib bei Gold am Stecker.
Die werden sich dann nicht beißen.....
Nodda und Gruß
Frido
Verfasst: So 21. Nov 2010, 07:40
von Heatwave
Das hab ich mir auch schon gedacht. Na, ja - und Netzkabel will ich auch kaufen. Nun hatte ich nach Audioplan Powercord G geguckt: Fast 40 Euro für den laufenden Meter

(Ich brauche 3 Meter!). Kann das wahr sein?
Grüße Kuddel
Verfasst: So 21. Nov 2010, 22:59
von Yoda-ohne-Soda
Hallo Kuddel,
wer braucht schon mehr als das Supra Lorad 2.5?
Das ist IMHO "ausreichend".
Verfasst: Mi 24. Nov 2010, 19:40
von Heatwave
Ja, das Lorad 2.5 habe ich auch hier. Das finde ich ebenfalls sehr gut.
Ich wollte nur das Anschlusskabel von meiner Audioplan "Keksdose" verlängern. Weil mir ein 3-Meter-Stück echt zu teuer ist (fast 140 Euro

), werde ich jetzt ein anderes Audioplan Powercord-Stück, das hier noch rumliegt, einfach als Verlängerung drauflöten.
Ansonsten hab ich mir vorhin vergoldete Schukostecker und Kaltgeräte-Buchsen bestellt. Mal sehen, ob ich die scheiß Oxyde in den Griff bekomme!

Ob die Stecker wirklich den Klang verbessern, glaube ich eher nicht ...
Grüße Kuddel
Verfasst: Mi 24. Nov 2010, 23:48
von Malle
Nabend, Kuddel !
Stell' doch je nach Raumvolumen mehrere Luftentfeuchter auf. Gibt es nicht nur von Henkel, sondern auch Noname, die durchaus ihren Zweck erfüllen. Und Mengenrabatte bei Abnahme von X Beuteln des Krümelzeugs.
Geräuschlos sind sie ooch noch !
Ist Rhodium nicht das Lieblingsmaterial der Entwickler von Accuphase / Kensonic ?
MfG,
Erik
Verfasst: Do 25. Nov 2010, 14:14
von Heatwave
Moin Erik,
... vielleicht sollte ich mal die Heizung anstellen?!
Ja - Rhodium ist wohl sehr angesagt im Moment! Ich habe mich allerdings für "Gold" entschieden. Genauer gesagt für Buchsen und Stecker von Dynavox. Mal sehen, ob die was taugen... Die Furutech-Varianten gefielen mir natürlich viel besser, aber als ich die Preise sah, haben mir die Augen geblutet.
Die Dynavox-Teile kann ich recht günstig bekommen. Sollten die Mist sein, gehen die zurück. Ich hatte allerdings auch Cinch-Stecker von denen! Das waren gut gemachte Furutech-Nachbauten. Wir werden sehen.
Grüße Kuddel
Verfasst: Do 16. Dez 2010, 11:28
von Heatwave
So, fertig! Insgesamt habe ich 4 Schuko-Stecker und drei Kaltgeräte-Buchsen ausgetauscht. Genommen habe ich die Dynavox-Teile in der Gold-Variante.
Der Aufbau der Stecker / Buchsen ist einwandfrei und passen von den Dimensionen her gut zum Audioplan-Powercord G bzw. Supra 2.5.
Der Klang ist top, die Anlage wirkt frisch und transparent. Allerdings muss ich sagen, dass das bislang immer so war, wenn ich die Stecker etc. vom Oxyd befreit hatte. Ich hoffe, dass ich ein Reinigungs-Thema weniger habe.
Na ja, und außerdem sieht das schon geil aus
Grüße Kuddel
Re: Tuning mit rhodierten Netzsteckern und Buchsen - Sinnvoll?
Verfasst: Sa 30. Dez 2017, 11:32
von Valvox
(Habe den Fred wieder aktiviert, weil ich auch gerade "am Thema arbeite")
Möchte mal den Blick weg vom Beschichtungsmaterial und auf das Leitermaterial richten, denn
da liegt oft der Klang begraben:
Auch die besten Beschichtungen helfen nichts, wenn die Kontakte der Stecker aus minderwertigen
bzw. minderleitenden Materialien gefertigt sind.
Schnödes Messing und billige Phosphorbronze sind zu vermeiden, nach Kupfer sollte man sehen!
Und: Es gibt viele Kaltgerätekupplungen, die Reinkupferkontakte haben, aber auf der anderen
(Schuko-)Seite kommt dann wieder Messing zur Anwendung! Da hilft dann auch die mikrometer-
dünne Edelmetallbeschichtung nichts mehr...
Es muss auch gar nicht das "Cryo-behandelte 99,99%ige Reinkupfer" sein, das üblicherweise zur
Anwendung kommende Leitkupfer reicht!
Ein Blick in die Materialbeschreibung hilft mehr als dem zugegebenermaßen hübschen Styling
solcher "Audio-Netzstecker" zu erliegen- wenn da was von Messing oder Phosphorbronze steht,
sollte man sich über die leider ausbleibenden Klangverbesserungen (oder die sich einstellenden
leichten Verschlimmerungen!) nicht wundern.
Viele Grüße,
Jan