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Basssgtarke 300B Röhre!
Verfasst: Mo 22. Okt 2012, 21:25
von HornOchse
Hallo Leute,
ich betreibe zur Zeit einen 300b SE chinesen mit FullMusic Endröhren.
Der Klang ist hervorragend, jedoch könnte der Bass etwas straffer sein.
Hat jemand einen Tip für mich, welche 300b eine etwas intensivere Tiefenreproduktion hat??
Vielen Dank
Chris
Verfasst: Mo 22. Okt 2012, 22:49
von mb-de
Hallo Chris,
was denn nun - straffer oder intensiver?
Wirklich straffer, also mit besserer Basskontrolle, wird mit dem Verstaerker schwierig - das Schaltungskonzept (Treiber, Arbeitspunkt, Ausgangsuebertrager) machen ihn zum Weichspueler.
Intensiver (scheinbar "breitbandiger" durch Anhebung an der Basschassisresonanzsteller, allerdings wahrscheinlich mit weiterem Kontrollverlust einhergehend) wird der Bass, wenn Du 300B-Derivate mit hoeherem Innenwiderstand benutzt - oder solche, die normalerweise 'heisser' gefahren werden muessen als im Arbeitspunkt im MingDa.
Da koenntest Du dann an die KR300B denken - die Dir wahrscheinlich auch klarere Hoehen als die TJ/Full Music liefern. Oder - zu geringeren Kosten - an die JJ300B...
Gruesse
Micha
=->
Verfasst: Di 23. Okt 2012, 02:46
von Ceol
Als weiteren Hersteller wäre noch folgender zu erwähnen, wobei ich zum Thema Klang nichts beitragen kann, EML:
http://www.jacmusic.com/
Hier gibt es unter der Rubrik Röhren auch interessante historische Informationen über die 300B.
Gruß,
Thomas
Verfasst: Di 23. Okt 2012, 22:18
von HornOchse
Danke euch
Ich meinte natürlich eine 300B mit einer etwas intensiveren Basswiedergabe.
Straffer war wohl etwas unglücklich ausgedrückt.
BTW ich merke gerade dass die FullMusik`s mit jeder gehörten Stunde an Bass gewinnen, wie lange sollte man die einspielen bis die Wiedergabe optimal ist ? (lt Vorbesitzer hat der Amp keine 10 Stunden gelaufen).
BTW:
Ich hab gerade Auf der von Albino07 verlinkten Seite gelesen dass die Emission Labs Mesh Röhre nich Plug and play für alle 300B Verstärker verwendbar ist.
Trifft das auf alle Mesh`s zu?
Ich wäre nämlich nicht gegen eine Röhre abgeneigt, welche wieder etwas mehr Glüht als die Standard 300B.
Gruß
Christian
Verfasst: Mi 24. Okt 2012, 15:35
von mb-de
Hallo Christian,
da ich einige Maschenanoden-300Bs (AVVT, EML) in der Sammlung habe, rate ich zu grosser Vorsicht damit - mehr als 18..25W Verlustleistung stecken sie nicht dauerhaft weg, und strafen das mit fruehzeitigem Emissionsverlust.
Mit den EMLs im MingDa sei generell zur Vorsicht geraten - die JJ 300B ist da eine deutlich risikoaermere Wahl - die KR sollte auch ohne Langzeitprobleme arbeiten koennen.
Gruesse
Micha
=->
Verfasst: Mi 24. Okt 2012, 18:44
von HornOchse
Na dann werde ich mir doch mal ein paar JJ`s besorgen
Vielen Dank für eure kompetente Hilfe
Gruß
Christian
Verfasst: So 28. Okt 2012, 09:55
von vintage64
Moin,
habe selbst über Jahre einen 300BSE Kinesen gehört und kann nur bestätigen, dass der Bass nicht sonderlich straff war und zwar wegen ungenügend breitbandiger und mangelhaft konstruierter
Ausgangsübertrager sowie Trafo und zwar unabhängig vom Hersteller der 300B (hatte Shuguang und EH getestet, aber damals noch keine mesh-plates verwendet).
Die mit Abstand bestklingende und baßstärkste 300B ist aktuell aus meiner Sicht die Shuguang 300B-Z black treasure.
P.S: Sorry, sehe gerade, dass ich wohl etwas zu spät mit meinem Röhrentip bin.
Verfasst: So 28. Okt 2012, 10:54
von HornOchse
Hallo,
Danke für dein Feedback
Ich hatte mich in meinem ersten Post etwas missverständlich ausgedrückt, also der Bass war schon präsent und sehr präzise - also nicht schwammig oder verwaschen.Er war halt nur nicht so intensiv wie ich das von meinem knapp 40 Jahre alten Luxman Sandkasten mit Klangregelung gewohnt war, aber ich habe festgestellt dass es mit jeder Hörsession besser wurde und nun nach etwa 50h einspielen ist der Bass doch ziemlich knackig
Ich bin mal gespannt was sich da noch tut, aber eigentlich reicht es mir so schon vollkommen aus und der Klang ist für meine Ohren absolut traumhaft.
Wenn die Fullmusic irgendwann mal verschlissen sind werde ich mir die schwarzen Shugunags zulegen - man hört ja durch die Bank nur gutes von Ihnen.
An das fehlende Kaminfeuer der Endröhren habe ich mich mittlerweile auch gewöhnt.
Gruß
Christian
Verfasst: So 28. Okt 2012, 12:47
von vintage64
Moin,
gern geschehen !
Ja, die Treasures sind so gut, dass ich plötzlich sogar CDs wieder anhören kann.
Das hatte ich mit keiner anderen 300B in den letzten Monaten (Genalex Gold Lion PX300B und Shuguang 300B-98B), denn ich bin, was digitale Wiedergabe angeht, irgendwie außerordentlich empfindlich !
Der Pioneer DV-668AV-S ist übrigens ein Geheimtip: ziemlich günstig gebraucht zu bekommen, macht einen sehr wertigen Eindruck (UVP war 2003 bei 899,- EUR; verbaut sind 24/192 DACs von Burr Brown)
und spielt alles von DVD-Audio über SACD zu CD imho tadellos sauber und musikalisch mitreißend ab. Aber auch mit ihm war ich nicht restlos zufrieden, bis die Treasures kamen ...

Verfasst: So 28. Okt 2012, 18:52
von HornOchse
Hallo,
ich hatte zu der Zeit als ich meinen Cayin A-88T noch hatte ebenfalls einen DVD Player als Zuspieler.
Das war der Sony DVP-S9000 ES.
Ein Klasse Teil mit sehr hochwertigem Wandler und knapp 14kg Lebendgewicht.Das ist der erste DVD Player den ich je gesehen habe, der kein Schaltnetzteil sondern einen riesigen Schnittbandkerntrafo hatte.
Ausserdem abgesehen von meinem Opera Audio Droplet einer der wenigen Player die an einer Röhre für meine Ohren vernünftig und mit ausreichend Dynamik klang.
Mittlerweile nutze ich an meiner 300B einen Revox C-221 Profi Player und der klingt ebenso wunderbar.
Aber ich favorisiere nach wie vor Vinyl.
Gruß
Christian
Verfasst: Di 27. Nov 2012, 00:15
von berjur
Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 16:50
von wolly
Moin berjur,
die schwarzen Tuben von Shuagung sind wirklich fetter als alle anderen. Ich habe die 6CA7 aus der Reihe in meinem Amp.
Klanglich
PERFEKT
Die beste Investition seit ich einen Röhrenverstärker habe.
Gruß
Wolfgang

Verfasst: Mi 28. Nov 2012, 18:30
von FG
Hallo
Bass starke 300B?
Sicherlich kein Problem (sofern die Ausgangsübertrager und die Schaltung bis ins Detail gut sind) mit solchen Lautsprechern wie auf Bildern vom ETF2012 gesehen:
http://www.holgerbarske.com/etf2012/sli ... _0070.html
Goil!
Besten Dank Holger, für die Bilder die einmal mehr qualitativ Überzeugen!
Franz
Verfasst: Do 29. Nov 2012, 11:50
von mb-de
Hallo zusammen!
wolly hat geschrieben:
die schwarzen Tuben von Shuagung sind wirklich fetter als alle anderen. Ich habe die 6CA7 aus der Reihe in meinem Amp.
Stecke sie mal auf den Kennlinienschreiber.
Ich habe das gemacht

:
"Fett" begruendet sich mit hoeherem Innenwiderstand und krummerer Kennlinie .
Nicht jeder braucht so etwas - ich z. B. nicht.
Gruss
Micha
=->
Verfasst: Do 29. Nov 2012, 21:22
von berjur
Hallo,
da wir grad beim Thema 300b sind, ich habe Dreiwege-Lautsprecher mit 93 db Wirkungsgrad, würde ein Amp mi 300B Leistungsröhren, die ja eigentlich so um die 2x8/10 Watt liefern, an diesen Boxen auch laut und kräftig klingen, oder reicht die Leistung hier für nicht?
An Hörner wirds wohl gehen, wie hier immer berichtet wird.
Für ne gute Rock Platte müsste es auch mal ein bischen lauter sein.
Ich habe da so meine Bedenken, dass die 300b dann nicht die gewünschte Leistung und Bässe bringen. Hatte ansonsten schon mal KT 88 und bis heute die 6ca7 am Start. Da liegt die Leistung bei ca. 60 Watt pro Kanal, das läßt keine Wünsche offen. Wie seht ihr das?
VG
Jürgen
Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 18:30
von wolly
mb-de hat geschrieben:
Stecke sie mal auf den Kennlinienschreiber.
Ich habe das gemacht

:
"Fett" begruendet sich mit hoeherem Innenwiderstand und krummerer Kennlinie .
Nicht jeder braucht so etwas - ich z. B. nicht.
Gruss
Micha
=->
Moin Micha
wie immer stelle ich Dein technisches Fachwissen nicht in Frage
Aber auch die NOS Röhren haben erhebliche Streuungen und entschwinden teilweise außerhalb der vorgegeben Kennlinien.
Was für mich aber in erster Linie zählt, ist der Klang, wie er an meine Holzohren kommt. Da sind für mich nun mal diese schwarzen Chinaböller das beste was ich bislang in meinem Amp eingesteckt habe.
Ich höre immer noch mit meinen Ohren und nicht mit einem Kennlinienschreiber oder USB Port
Wenn mir bei z.B. einer Tracy Chapman beinahe die Tränen in die Augen steigen, weil mich ihre Stimme derart ergreift, dann ist der Amp mit den angeschlossen Komponenten genau richtig. Wenn diese Emotion nicht vermittelt wird, dann können irgendwelche Kennlinien noch so perfekt sein. Es ist dann nicht das was ich erleben bzw. hören will.
Gruß
Wolfgang

Verfasst: Fr 30. Nov 2012, 20:08
von HornOchse
Ich seh das genauso!
Was bringen perfekte Messwerte wenn mir der Klang nicht zusagt?
Aber seis drum, ich wollte eigentlich nur mal den aktuellen, akustischen Zwischenstand posten.
Die Röhren haben nun knapp 200 Stunden runter und die Beyma`s sind auch eingespielt.
Der Bass ist auf meiner Hörposition sehr präsent und äußerst präzise.Da ist nix verwaschen oder dröhnig/wummerig und wenn ich ab und zu an unserer Wohnzimmerheimkinoblbla Anlage ein bisschen Radio höre wird mir schlecht
Der MingDa verrichtet seinen Dienst nun einige Zeit sehr treu ohne Probleme, übermäßige Wärmeentwicklung oder andere Zwischenfälle und lief auch schon knapp 20 Stunden durch - also denke ich Er hat die Feuertaufe bestanden und ist für den Anschaffungspreis IMHO konkurenzlos.
Die Feinauflösung und Detailwiedergabe ist subjektiv sogar noch besser als bei meinem Cayin A-88T.
Ich könnte einfach nur den ganzen Tag Musik hören - deshalb war ich hier auch so lange abwesend - und freu mich schon auf die langen, kalten Winterabende.
Für mich steht fest dass die FullMusic Röhren bleiben werden und erst ersetzt werden wenn Sie an der Verschleissgrenze sind.
grüße aus dem Saarland
Christian